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Pumpen für Pharma und Biopharma

Pharmazeutische und biopharmazeutische Prozesse setzen bei den eingesetzten Pumpen hohe Standards in Bezug auf Sterilität und Biokompatibilität voraus. Zudem ist für die empfindlichen Flüssigkeiten eine besonders schonende Förderung entscheidend, um die jeweiligen Strukturen zu erhalten.

Bei aseptischen Pumpen für die Pharma- und Biopharma-Industrie stehen Hygieneeigenschaften an erster Stelle. Pharma-Pumpen wurden für CIP- und SIP-Reinigunsverfahren entwickelt und zertifiziert. Zu den wichtigsten Zertifikaten zählen FDA 21 CFR 177, USP <88> Klasse VI, BSE/TSE Konformität, 3-A, EHEDG. Die Oberflächen, mit denen das Fördermedium in Kontakt kommt, bestehen meist aus elektropoliertem Edelstahl mit einer Rauheit von Ra < 0,5 μm. Alternativ werden Schläuche oder Membranen aus inerten Kunststoffen eingesetzt, die nach Abschluss einer Charge ausgetauscht werden.

Probenahme im Pharmalabor

Technologien für Pharma-Pumpen

Zur Förderung der empfindlichen biopharmazeutischen Medien werden je nach Prozess verschiedene Pumpentechnologien eingesetzt:

Vierkolben-Membranpumpen fördern nahezu pulsationsfrei und ohne Partikelabrieb (Spallation). Diese Technologie wurde zur Förderung und Dosierung anspruchsvoller Medien in der Biopharma-Produktion entwickelt. Typische Einsatzgebiete sind die Tangentialflussfiltration, Chromatographie und Steril-Virusfiltration. Die Pumpenköpfe verteilen den Pumphub auf vier Kolben, so dass fast keine Pulsation entsteht. Außerdem können sie autoklaviert werden oder als Single-Use-Pumpenkopf vollständig ausgetauscht werden, um das Risiko einer Kreuzkontamination zu minimieren.

Kreiskolbenpumpen im Hygiene-Design sind mit leicht zu reinigenden Edelstahloberflächen ausgestattet und fördern hochviskose, abrasive Pasten und Gele. Die große Flächenabdeckung der Kreiskolbenprofile sorgt für einen hohen Wirkungsgrad sowohl bei sehr niedriger als auch bei sehr hoher Medienviskosität. Die Antriebswelle wird durch Abdichtungen aus FDA-konformen Materialien vom Förderraum isoliert.

Kreiselpumpen fördern große Volumen an wässrigen sowie ölhaltigen Medien unter aseptischen Prozessbedingungen. Das Zentrifugalprinzip eignet sich besonders für große Fördermengen und Fördermedien mit geringer bis mittlerer Viskosität, wie beispielsweise Wasser für Injektionszwecke, Alkohollösungen sowie CIP-Chemikalien.

Schlauchpumpen werden in unterschiedlichen Labor- und Produktionsprozessen zur Dosierung von scherempfindlichen Medien, Rohstoffen sowie für partikelbeladene Flüssigkeiten eingesetzt. Das Fördermedium kommt einzig mit dem Schlauch in Kontakt, der gequetscht wird, um den Förderstrom zu erzeugen. Der Schlauchwerkstoff wird passend zu den chemischen Eigenschaften des Fördermediums ausgewählt und lässt sich beim Wechsel der Chargen leicht austauschen.

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