Exzenterschneckenpumpe: CIP-Reinigung und SIP-Sterilisation
Exzenterschneckenpumpen lassen sich mit den standardisierten Reinigungs- und Sterilisationsverfahren Clean-in-Place (CIP) und Steam-in-Place (SIP) zuverlässig reinigen, ohne dass eine Demontage der Pumpe erforderlich ist. Während das CIP-Verfahren Produktreste und Ablagerungen entfernt, sorgt die anschließende SIP-Sterilisation mit Heißdampf für eine sichere Keimreduktion. Erfahren Sie, welche Reinigungsmedien, Temperaturen und Prozesszeiten für eine reproduzierbare Reinigung und Sterilisation empfohlen werden.
CIP-Reinigung für Exzenterschneckenpumpen
Vor Beginn der Clean-in-Place-Reinigung sollte die Exzenterschneckenpumpe möglichst vollständig entleert werden. Um die für den CIP-Prozess erforderlichen Strömungsgeschwindigkeiten von bis zu 3 m/s zu erreichen, wird eine CIP-Umwälzpumpe eingesetzt. Während des Reinigungsvorgangs sollte die Exzenterschneckenpumpe mit einer konstant niedrigen Drehzahl betrieben werden, damit die Abstreifwirkung zwischen Rotor und elastischem Stator die Ablösung von Produktresten unterstützt und die Reinigungswirkung zusätzlich verbessert.
Im ersten Reinigungsschritt wird der Förderbereich mithilfe einer Umwälzpumpe mit klarem Wasser gespült, um grobe Produktreste zu entfernen. Anschließend erfolgt die Reinigung mit einer Natriumhydroxidlösung mit einer Konzentration von 2 % bei 75 °C. Die zirkulierende Lauge löst organische Rückstände wie Fette, Proteine und andere Produktablagerungen von Gehäuse, Rotor, Stator und Dichtungen.
Nach der Laugenreinigung werden die Reinigungsmedien durch eine Heißwasserspülung bei 80 °C entfernt, bis sich der pH Wert im neutralen Bereich befindet. Im nächsten Schritt wird eine 50° C warme Phosphorsäurelösung mit einer Konzentration von 1 % eingesetzt, um mineralische Ablagerungen zu entfernen und Laugenreste zu neutralisieren. Abschließend erfolgt eine zweite Wasserspülung bei 80 °C, welche Säurerückstände aus der Pumpe entfernt und die Anlage für den nächsten Produktionszyklus vorbereitet.
Der CIP-Prozess für Exzenterschneckenpumpen im Überblick:
- Vorbereitung und möglichst vollständige Entleerung der Pumpe
- Frischwasserspülung zur Entfernung grober Produktreste
- Laugenspülung mit 2 % Natriumhydroxidlösung bei 75 °C für 20 Minuten
- Heißwasserspülung bei 80 °C für 20 Minuten
- Säurespülung mit 1 % Phosphorsäure bei 50 °C für 20 Minuten
- Abschließende Heißwasserspülung bei 80 °C für 20 Minuten

Clean-in-Place: Reinigungsmedien entfernen Ablagerungen in der Exzenterschneckenpumpe
SIP-Sterilisation für Exzenterschneckenpumpen
Die hygienischen Exzenterschneckenpumpen der F-Baureihe von NOV Mono wurden speziell für Anwendungen mit höchsten hygienischen Anforderungen entwickelt. Dank der Dampfbeständigkeit aller eingesetzten Elastomerwerkstoffe sind sie für die Sterilisation mittels 120 °C heißem Dampf (Steam-in-Place, SIP) ausgelegt.
Vor der Durchführung des SIP-Prozesses sollte die Pumpe bereits vollständig im CIP-Verfahren mit Lauge, Säure und Heißwasser gereinigt worden sein. Erst nach dieser gründlichen Vorreinigung erfolgt die Sterilisation mit Heißdampf, um eine sichere und zuverlässige Keimreduktion zu gewährleisten. Während des gesamten Vorgangs empfiehlt es sich, die Pumpe mit einer niedrigen Drehzahl von etwa 25 U/min zu betreiben, um den Reinigungsprozess zu unterstützen.

Steam-in-Place: Heißer Dampf sterilisisert die Exzenterschneckenpumpe
Wie häufig sollte die Pumpe gereinigt werden?
Die erforderliche Häufigkeit der Reinigungszyklen hängt maßgeblich vom Fördermedium und dessen Eigenschaften ab. Grundsätzlich wird empfohlen, hygienische Exzenterschneckenpumpen nach jeder Produktionscharge zu reinigen.
Bei Fragen zu den standardisierten Clean-in-Place- und Steam-in-Place-Verfahren sowie zur Auslegung geeigneter Exzenterschneckenpumpen stehen Ihnen unsere Produktmanager beratend zur Verfügung.