Select country
Kontakt

Injektionsstellen eines statischen Mischers

Statische Mischer können mit einer oder mehreren Injektionsstellen ausgestattet werden, um zusätzliche Flüssigkeiten oder Gase gezielt in einen Hauptstrom einzuleiten und anschließend zu vermischen. Die Ausführung des Injektionsbereichs wird dabei an die Eigenschaften des einzubringenden Mediums sowie an die jeweiligen Prozessanforderungen angepasst. Auf dieser Seite werden die unterschiedlichen Ausführungsvarianten, deren Aufbau und Funktionsweise sowie typische Einsatzbereiche näher erläutert.

Seitlicher Injektionsstutzen

In der statischen Mischtechnik stellen seitliche Injektionsstutzen die gängigste Variante dar, um Flüssigkeiten und Gase in den Hauptstrom einzubringen. Über eine durchgängige Bohrung im Rohrgehäuse kann das Medium in den Hauptstrom vor den Mischelementen eingebracht werden. Die Ausführung wird primär in Anwendungen eingesetzt, in denen die Eigenschaften der zu behandelnden Medien vergleichbar sind und ein niedriger Druckverlust angestrebt wird. Optional kann hinter dem Injektionsbereich ein lamellenförmiges Vorverteilungselement mit definiertem Anstellwinkel integriert werden, um eine erste Aufteilung der Strömung vor dem Eintritt in die Mischelemente zu erreichen. Typische Einsatzbereiche statischer Mischtechnik mit seitlichen Injektionsstutzen finden sich in der Wasseraufbereitung, in der beispielsweise Flockungsmittel in den Wasserstrom eingemischt werden.

Querschnitt eines statischen Wendelmischers mit seitlichem Injektionsstutzen

Zentraler Injektionsanschluss

Unterscheiden sich die zu vermischenden Medien hinsichtlich ihrer Eigenschaften, wie beispielsweise Strömungsgeschwindigkeit und Viskosität, empfiehlt es sich, die Eintragung in den Hauptstrom über einen zentralen Injektionsanschluss vorzunehmen. Bei diesem Verfahren wird eine Injektionslanze durch eine seitliche Bohrung in das Gehäuse integriert, über die das Additiv durch eine Auslassöffnung nahezu mittig in den Hauptstrom eingebracht werden kann. Durch die vorhandene Strömungsenergie erfolgt eine deutlich bessere Vorverteilung des Mediums im Hauptstrom als über einen klassischen seitlichen Injektionsstutzen.

Querschnitt eines statischen Wendelmischers mit zentralem Injektionsanschluss

Zentraler Injektionsverteiler

Zentrale Injektionsverteiler werden in der statischen Mischtechnik eingesetzt, wenn sich das einzutragende Medium hinsichtlich seiner Eigenschaften deutlich vom Hauptstrom unterscheidet. Der Injektionsverteiler wird in der Regel als Einsatz über einen seitlichen Injektionsstutzen in das Rohrgehäuse integriert. An der Spitze des Verteilers befinden sich mehrere Austrittsöffnungen, über die das Medium über einen größeren Querschnitt gezielt in den Hauptstrom vor den Mischelementen eingebracht wird. Dadurch wird bereits unmittelbar nach dem Injektionsbereich die höchste Vorverteilung des Mediums erreicht.

Querschnitt eines statischen Wendelmischers mit zentralem Injektionsverteiler

Axel Kleinfeld, Dipl.-Ing.
Axel Kleinfeld, Dipl.-Ing.
Produktmanager: NOV Mono, NOV Mischer, Boyser

Kontakt

Ihre persönlichen Daten werden vertraulich behandelt. Sie können der Nutzung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Beim Aufruf des CAPTCHA-Bildes ist ein Fehler aufgetreten.