Aufbau eines statischen Mischers
Statische Mischer, auch als Rohr- oder Inline-Mischer bezeichnet, bestehen aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten. Auf dieser Seite werden der grundlegende Aufbau statischer Mischtechnik, die verschiedenen Ausführungsvarianten der einzelnen Komponenten sowie deren funktionale Zusammenhänge näher erläutert.
Komponenten eines statischen Mischers

Technische Übersicht der zentralen Komponenten eines statischen Mischers
- Anschluss
- Injektionsstelle
- Mischelemente
- Rohrgehäuse
Rohrgehäuse und Anschlussoptionen
Das Rohrgehäuse bildet die zentrale Aufnahme des statischen Mischers und dient zur Integration der Mischelemente sowie optionaler Injektionsstellen. Je nach Ausführung werden die Mischelemente fest mit dem Rohrgehäuse verbunden oder für eine einfache Wartung und Reinigung entnehmbar ausgeführt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit das die äußeren Flächen der Mischelemente mit der Innenseite des Rohrgehäuses kantenversiegelt werden. Dadurch lassen sich Toträume im Übergangsbereich zwischen Mischelement und Gehäuse reduzieren. Üblicherweise wird das Rohrgehäuse in metallischen Werkstoffen ausgeführt. In Anwendungen in denen stark korrosive Medien behandelt werden kann das gesamte Gehäuse auch in Kunststoff oder glasfaserverstärkten Verbundwerkstoffen ausgeführt werden.
Für die Integration in bestehende Rohrleitungssysteme stehen verschiedene Anschlussvarianten zur Verfügung. In industriellen Anwendungen werden insbesondere Vorschweißflansche und Losflanschverbindungen eingesetzt. Für hygienische Anwendungen sind neben Flanschverbindungen auch Tri-Clamp- und Schraubverbindungen verfügbar.
Mischelement: Formgebung und Anzahl
Das Mischelement ist die zentrale funktionale Komponente eines statischen Mischers und übernimmt die Aufteilung und Umlenkung der Medienströme, um ein definiertes Mischverhältnis zu erzeugen oder aufrechtzuerhalten. Abhängig von den jeweiligen Anwendungsparametern, insbesondere Druckverlust, Gasanteil und Viskosität, stehen gitter-, lamellen-, scheiben- und wendelförmige Elemente zur Verfügung. Optional besteht die Möglichkeit mehrere Mischelemente hintereinander zu positionieren, um ein möglichst hohes Mischungsverhältnis zu erzielen.
Injektionsstellen
Statische Mischer können optional mit Injektionsstellen ausgestattet werden, über die Flüssigkeiten oder Gase gezielt in den Hauptstrom eingebracht werden. Die Positionierung erfolgt in der Regel vor den statischen Mischelementen im Rohrgehäuse, sodass sich das zugeführte Medium bereits nach wenigen Leitungsquerschnitten mit dem Hauptstrom vermischen kann. Abhängig von den Eigenschaften des Haupt- und Nebenstroms stehen unterschiedliche Ausführungsvarianten für den Injektionsbereich zur Verfügung. Für einfache Industrieanwendungen sind Ausführungen mit bis zu drei Injektionsbereichen üblich. In komplexeren Aufbereitungsprozessen können dagegen zusätzliche Nebenströme über weitere Injektionsstellen in den Hauptstrom eingebracht werden.